Was ist Ihr Unternehmen wert,
wenn Sie es veräußern wollen?

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Welchen Preis kann ich erzielen?

Die Unternehmensbewertung:
Gibt der Markt her, was Sie erzielen wollen?

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  • Entspricht der mögliche Verkaufspreis Ihren Vorstellungen?
  • Ist das Unternehmen in überschaubarer Zeit verkaufbar?
  • Ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Verkauf?
  • Ist das Unternehmen "fit" für den Verkauf?

Je mehr mögliche Käufer die gleiche Begeisterung für Ihr Unternehmen haben, umso mehr wird der Preis und die Rahmenbedingungen Ihre Vorstellungen nicht nur erfüllen, sondern übertreffen.

Unternehmenswert ermitteln: Wie bewertet man ein Unternehmen?

Wir rechnen zunächst – um dann die Zahlen mit dem Markt zu vergleichen.

Übliche Methoden:

  • DCF-Methoden (Discounted Cash Flow – kumulierte abgezinste Zukunftserträge, evtl. unter Einbeziehung einer ewigen Rente)
  • Multiplikatorenmethoden (z.B. basierend auf dem Verhältnis von EBIT zum Transaktionsvolumen realisierter Transaktionen)
  • Stuttgarter Verfahren

Mehr siehe unten

Transaktionsbezogene Unternehmensbewertung im Mittelstand – Fokus KMU’s

Die Frage nach dem Wert eines Unternehmens stellt sich in einem Unternehmerleben spätestens, wenn die Unternehmensnachfolge geregelt werden soll, und auch andere Anlässe können diese Frage aufwerfen. Bei mittelständischen Unternehmen mit Jahresumsätzen im ein- und zweistelligen Millionen-Bereich sind diese meist Steuerbemessung (Schenkungs- oder Erbschaftssteuer), Liquidation und, im besonderen Maße, geplante Unternehmenstransaktionen wie Unternehmensverkauf und –kauf, Gesellschafterwechsel, Abfindung von Gesellschaftern etc. Während die Unternehmensbewertung auch im Rahmen einer Kreditwürdigkeitsprüfung eine Rolle spielen kann, treten in diesem Marktsegment Themen wie Börseneinführung oder Shareholder Value eher in den Hintergrund. Die wesentlichen Funktionen einer Unternehmensbewertung sind, neben der Steuerbemessung und der Findung eines Liquidationswertes, im bei der Unternehmensnachfolge besonders bedeutenden Fall von Unternehmenstransaktionen zum einen die Vorbereitung von Entscheidungen zu Zeitpunkt und Art einer Transaktion, und zum anderen die Argumentation in Verhandlungsprozessen.

Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden orientieren sich an den o.a. Anlässen und Funktionen. Reine Substanzwertverfahren finden Anwendung z.B. bei der Liquidation. Bei der Steuerbemessung finden wir das Stuttgarter Verfahren (Mischform aus Substanz- und Ertragswertverfahren) und das neuere Vereinfachte Ertragswertverfahren. Bei Unternehmenstransaktionen haben sich überwiegend Ertragswertverfahren durchgesetzt.
Unser Fokus liegt auf Unternehmenstransaktionen, z.B. im Zusammenhang mit Vermögensdiversifikation, Regelung der Unternehmensnachfolge, oder der Finanzierung geplanten Wachstums. Wir skizzieren hier die zwei gebräuchlichsten Verfahren: die DCF-Methoden und die Multiple-Verfahren.

DFC-Methoden

DCF-Methoden stellen darauf ab, den Gegenwartswert künftiger Ertragsüberschüsse zu ermitteln. Basis bildet eine mehrjährige Planung der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Ertragsüberschüsse werden mit einem Kapitalisierungszins (zusammengesetzt aus Basiszins und Risikokomponente) abgezinst und kumuliert. Den Planungshorizont überschreitende Perioden werden über eine „Ewige Rente“ abgebildet, deren Wert ebenfalls diskontiert wird. Neben der Planungsrechnung kommt der Ermittlung des Kapitalisierungszins besondere Bedeutung zu: Ausgehend vom Basiszins erfolgen Zuschläge z.B. entsprechend einer Peer-Group, des unternehmerischen Risikos etc.

Multiple Verfahren

Multiple-Verfahren schätzen einen Unternehmenswert durch Multiplikation eines Bezugswertes mit einem Faktor. Die gebräuchlichsten Bezugswerte sind das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) oder das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Das Produkt stellt den Wert des schuldenfreien Unternehmens dar (Enterprise Value), und der Nettowert (Equity Value) ergibt sich durch Abzug der Nettofinanzverbindlichkeiten (bzw. Hinzurechnung übersteigender Liquidität). Der Faktor bzw. das Multiple wird ermittelt auf Basis realisierter Transaktionen: Das Transaktionsvolumen (Enterprise Value) wird geteilt durch den Bezugswert (in der Regel das EBIT). EBIT-Multiples werden hierzulande gesammelt und nach Branchen und Unternehmensgrößen periodisch veröffentlicht.

Einschätzung: Beide Methoden haben ihre jeweiligen Berechtigungen, und, gerade im Zusammenhang von KMUs (kleine und mittlere Unternehmen), ihre Grenzen:

Die DCF-Methoden bilden theoretisch ab, was die erwarteten künftigen Zahlungsströme (nach Steuern) heute für einen Wert darstellen. Sie basieren auf einer, gerade in mittelständischen Unternehmen nicht immer vorhandenen, belastbaren Planungsrechnung. Die Ermittlung des Kapitalisierungszinses soll einen Vergleich mit alternativen Anlageobjekten ermöglichen. Die Ermittlung geht in der Regel aus vom Basiszins unter Hinzurechnung einer Risikoprämie. Hierbei werden meist Aktienrenditen oder Kennzahlen (z.B. Beta-Faktoren) einer Peer-Group (vergleichbare Unternehmen) herangezogen. Diese Informationen sind nur am Kapitalmarkt verfügbar – auch bei vergleichbarer Branche stellt sich die Frage, welche Aussagekraft der Vergleich einer kapitalmarktgelisteten Peer-Group mit typischen KMUs hat. Neben dem Vergleich mit der Peer-Group wird dann noch ein unternehmensindividueller Bestandteil für die Risikoprämie ermittelt – spätestens hier sind subjektive Einflüsse sehr wahrscheinlich.

In der Praxis zeigt sich oft, dass in Planungsrechnungen weit in der Zukunft liegende Perioden deutlich optimistischer eingeschätzt werden als die Gegenwart und nahe Zukunft. Auf den am weitesten in der Zukunft liegenden Wert setzt dann die Ewige Rente auf – und führt oft zu unrealistisch hohen Bewertungen.

Multiple-Verfahren haben den Vorteil, durch Vergleich mit faktischen Transaktionen eine realistische Indikation zu schätzen, jedoch eher stichtags- bzw. gegenwartsbezogen. Die wesentlichen Herausforderungen bilden hierbei einerseits die Ermittlung eines um atypische, aperiodische oder „inhaberbedingte“ Einflüsse bereinigten EBIT sowie die geeignete Zuordnung zu Branchen und Unternehmensgrößen. Bei letzterem sind die analysierten Branchen oft zu wenig spezifisch gefasst, sodass die Ergebnisse „vernebelt“ bleiben können.

Wirklicher Unternehmenswert

Der wirkliche Wert eines Unternehmens ergibt sich bei Unternehmenstransaktionen aus Angebot und Nachfrage. Die ausgefeilteste Unternehmensbewertung verliert ihren Sinn, wenn sich kein Käufer findet, oder wenn Käufer und Verkäufer keinen Konsens über einen Kaufpreis finden.
Besondere Bedeutung hat hier eine sorgfältige Vorbereitung.

Im ersten Schritt ist zu überprüfen, ob das Unternehmen „reif“ ist für eine Unternehmenstransaktion (hinsichtlich Management, gesellschaftsrechtlicher Regelungen, Ertragslage etc.). Dazu gehört auch die offene Erörterung von Motivation und Interessen seitens der Verkäufer.

Der zweite Schritt konzentriert sich auf die informative und attraktive Darstellung des Angebotes: Die Analyse des Geschäftsmodelles (Kundennutzen, Wertschöpfungs- und Ertragsmodell) bietet die Basis für die Darstellung des Unternehmens, ergänzt durch eine SWOT-Analyse, die die für die angepeilte Zielgruppe relevanten Potentiale ins rechte Licht setzt.

Und der dritte Schritt zielt auf die Schaffung von Nachfrage: Die Definition der Zielgruppe und der Entscheidungskriterien, und schließlich die Identifizierung potentieller Interessenten.

(Autor: Karl-Ludwig Diehl; veröffentlicht in: “Der Mittelstand”, 06/2014 [Magazin des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW)] und “Menschen Macher Marktführer”, Ausgabe 02 – Dezember 2014)

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